BAZ_BERICHT_2025
1.4 Drop-Out Durch die kontinuierliche Förderung der Lern- und Leistungsfähigkeit, Motivation und des Durchhaltevermögens der Teilnehmer:innen wird eine niedrige Drop-out-Rate in allen Fachbereichen des BAZ angestrebt.
In den Facharbeiter:innen-Intensivausbildungen wird dar auf Wert gelegt, dass aus den verschiedenen Einstiegsphasen interessierte, motivierte und geeignete Kursteilnehmer:innen hervorgehen.
Im Bereich der überbetrieblichen Lehrausbildung betrug die Austrittsquote f 27,9 % bei ÜBN, Verlängerter Lehre sowie Teilqualifizierung (in 26,3 % der Fälle wurde die Lehrausbildung aufgrund eines Dienstverhältnisses abgebrochen) und f 13,3 % beim Berufs-Check Die Austritte inkludieren Kündigungen auf eigenen Wunsch, einvernehmliche Auflösungen des Dienstverhältnisses sowie Kündigungen durch das BFI als Dienstgeber. Im Jugendbereich lag die Abbruchs- bzw. Ausschlussquote f in der Jugendwerkstatt bei 20,3 %, f in der Lernwerkstatt bei 8,5 % und f in der Berufswerkstatt bei 49,9 %.
Die Drop-out-Quote lag im Berichtszeitraum f in den Clearings bei 15,4 %
f in den der FIA vorgelagerten Maßnahmen (Grundlagen der Fachsprache, Technische Basisausbildung, Grundausbildun gen) bei 12,8 % und f in den eigentlichen FIAs bei 3,7 %. Im Projekt ÖKO-Booster verzeichneten wir eine Drop-out-Quote f in den Vormodulen von 11,6 % und f in den FIA´s EGT und IGT von 9,6 %.
Bei den IT-Ausbildungen im Rahmen von Coders.Bay Vienna kam es bei 8,7 % der Teilnehmenden zu einem Kursabbruch.
Dropout-Rate je Ausbildungsbereich 2025 (bezogen auf Eintritte innerhalb der Geschlechtsgruppen)
30%
28,5 %
25%
20%
22,7 %
22,2 %
21,9 %
15%
16,7 %
15,3 % 12,3 %
13,2 %
10%
12,5 %
10,5 %
9 %
5%
3,7%
0%
FIA
GA, TBA, GFS
ÖKO-Booster
Coder.Bay FIA
ÜBN, ÜBV, TQU
JUWE, LEWE, BEWE
Dropout Frauen und Mädchen
Dropout Männer
Die Gründe für Kursabbrüche sind vielfältig. Einerseits kommt es zu Kursabmeldungen seitens des Ausbildungsinstituts, andererseits entscheiden sich die Teilnehmer:innen selbst, die Ausbildung abzubrechen.
DIE HAUPTGRÜNDE FÜR KURSABBRÜCHE AUF INITIATIVE DES BAZ:
DIE GRÜNDE SEITENS DER TEILNEHMER:IN NEN FÜR EINEN VORZEITIGEN ABBRUCH:
f Fehlzeiten: Teilnehmer:innen fehlen entschuldigt oder nicht entschuldigt, sie kehren aus Krankenständen nicht zurück, melden sich nicht auf Abwesenheitsbriefen oder weisen gene rell zu hohe Abwesenheitsquoten auf. f Lernschwierigkeiten: Teilnehmer:innen bestehen zum wie derholten Male Tests oder Lernzielkontrollen nicht, können dem Unterricht nicht folgen, sind handwerklich ungeschickt oder entsprechen nicht den fachlichen Anforderungen. f Disziplinarische Gründ e: Teilnehmer:innen verstoßen gegen die gültige Ausbildungsvereinbarung, sie verweigern beispiel weise die Arbeit, gefährden die Sicherheit, zeigen ein destruk tives Sozialverhalten etc. f Weitere Gründe: mangelndes Interesse, mangelnde Aus bildungsreife, gesundheitliche Probleme
Der Hauptgrund für einen Abbruch sind meist persönliche Prob leme, wie beispielsweise Lebenskrisen, Veränderung der familiä ren Situation oder finanzielle Probleme. Es folgen Lernprobleme, gesundheitliche Probleme, längere Krankenstände, mangelndes Durchhaltevermögen oder die Notwendigkeit, Geld verdienen zu müssen. Generell zeigen die Erfahrungen der letzten Jahre, dass Kursabbrüche in der Regel auf mehrere gleichzeitig auftretenden Probleme zurückzuführen sind. Häufig handelt es sich um kurzfristige Abbrüche mit anschlie ßender Wiederaufnahme in die Ausbildung nach Klärung oder Behebung der persönlichen Konfliktsituation.
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Jahresbericht 2025
Allgemeine statistische Informationen
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