BAZ_BERICHT_2025

Durchgeführte Maßnahmen

BERUFS-CHECK

Während des viertägigen Berufs-Check können Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen, ihre Unsicherheiten bei der Berufswahl durch eine praktische Erprobung klären. Der Berufs-Check kann über das AMS oder einen Partnerbetrieb gebucht werden. Die Jugendlichen erhalten Informationen über die jeweiligen Berufsbilder, die konkreten Arbeits- und Tätigkeitsfelder und die beruflichen Anforderungen. Zielgruppenadäquate Basistests und berufsspezifische Zusatztests geben einen ersten Eindruck über

die fachliche Eignung für den Wunschberuf. In den Praxismodu len werden berufsspezifische Tätigkeiten erprobt und Werkstücke hergestellt. Aufgrund der Ergebnisse des „Berufs-Checks“ in Bezug auf fach liche und persönliche Eignung erfolgt am Bewerber:innentag die Zubuchung der Teilnehmer:innen zur überbetrieblichen Ausbildung (ÜBN 1, ÜBN 2), zur verlängerten Lehre (VL) oder zur Teilquali fizierung (TQU2).

ÜBERBETRIEBLICHE AUSBILDUNG „ÜBN 1“

Es handelt sich um eine maximal dreieinhalbjährige Ausbildung für Jugendliche mit guten bis durchschnittlichen schulischen Leistungen, die beim AMS als Lehrstellensuchende vorgemerkt sind, noch keine Lehrstelle gefunden haben oder eine betriebliche Lehre abgebrochen

haben. Die praktische Ausbildung erfolgt im BAZ, die Berufsschule wird wöchentlich oder blockweise besucht. Während der Ausbildung werden Betriebspraktika im Ausmaß von 4 bis 16 Wochen pro Jahr absolviert.

ÜBERBETRIEBLICHE AUSBILDUNG „ÜBN 2“

Diese Ausbildung mit einem Ausbildungsvertrag, der kürzer ist als die gesamte Lehrzeit, ist ein Angebot für Auszubildende mit sehr guten schulischen Leistungen und eines „Berufs-Checks“, bei denen erkennbar ist, dass sie einer betriebsnahen Ausbildung gewachsen sind und somit das Ziel einer Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis

im ersten Lehrjahr erreichen können. Die Praxis wird in einem Lehr betrieb erlernt, der Schulbesuch erfolgt wöchentlich oder blockweise. Das BFI unterstützt die Jugendlichen mit berufsbegleitendem oder fachspezifischem Unterricht. Die Jugendlichen werden von AMS und BFI speziell für diese Ausbildung ausgewählt und vorbereitet.

VERLÄNGERTE ÜBERBETRIEBLICHE AUSBILDUNG „ÜBV 1“ (VERLÄNGERTE LEHRE)

Die „Verlängerte Lehre“ ist eine Ausbildung mit Ausbildungsvertrag, der um ein Jahr länger als die normale Lehrzeit ist. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Jugendliche mit größeren schulischen Lern defiziten und erhöhtem Förderbedarf. Die praktische Ausbildung

erfolgt im BAZ, die Berufsschule wird wöchentlich besucht. Zusätzlich gibt es Unterstützung durch die Berufsausbildungsassistenz (BAS). Während der Ausbildung werden Betriebspraktika im Ausmaß von 12 Wochen pro Jahr absolviert.

LEHRGANG ZUM ERWERB VON TEILQUALIFIKATIONEN „TQU2“

Es handelt es sich um eine Ausbildung für Jugendliche, bei denen ein positiver Lehrabschluss derzeit als nicht möglich eingeschätzt wird, und richtet sich vor allem an Jugendliche mit Lernbehinderung oder sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Inhalte werden in Zusammenarbeit mit BAS, Praxisbetrieb und BAZ entsprechend

den Fähigkeiten der Jugendlichen festgelegt. Die Teilnehmer:innen erlernen die Praxis bei einem Praxisbetrieb und besuchen wöchent lich die Berufsschule. Zusätzliche Unterstützung erfolgt durch die BAS und das Team des BAZ, teilweise auch im Praxisbetrieb.

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Jahresbericht 2025

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