BAZ_BERICHT_2025
Standortvorstellung Jugendwerkstatt
Trainer:innen in der Jugendwerkstatt ANDREA ISABEL PEREZ ASCENCIO (GRÜNE BERUFE) UND GERHARD EISLER (MÄDCHENWERK STATT FÜR GRÜNE BERUFE) Wie seid ihr zur Jugendwerkstatt gestoßen und was habt ihr vorher beruflich gemacht?
Dadurch, dass ich bei der AUA unter anderem auch im Training gestanden bin, ist mir klar geworden, dass mir kommunikative und kreative Tätigkeiten sehr liegen. Neben der Arbeit habe ich das Studium der Landschaftsarchitektur an der BOKU abgeschlossen und in dieser Branche ca. 10 Jahre gearbeitet. Mir hat allerdings der Kontakt zu Menschen, das Soziale, gefehlt. Es macht mich glücklich, anderen zu helfen. Und während der Covid-Zeit bin ich auf die BFI-Jobanzeige gestoßen und bin nun seit ca. zwei Jah ren die Trainerin für die grünen Berufe. Und ich freue mich sehr über diese Wendung, da es mir große Freude bereitet, jungen Menschen dabei zu helfen, ihren Weg zu finden, ebenso wie ich es selbst erlebt habe. Gerhard: Ja, ich habe ganz klassisch angefangen, mit der Elek trotechnik-/Installateur-Lehre, habe diese abgeschlossen und bin dann in die Werkmeisterschule gewechselt. Nachdem das eine Abendschule war, habe ich während dieser Zeit bei der Post gearbeitet. Hier haben wir bei Wind und Wetter Leitungen instal liert, als sogenannte Freileitungstruppe. Anfang der 90er Jahre habe ich bei einer der ersten Computerfirmen angefangen, die Abrechnungssysteme für Gastronomie hergestellt hat und bin als Hardware-Techniker durch ganz Österreich gereist. Ursprünglich stamme ich aus der Steiermark. Ich habe mich dann neu orientiert und bin über eine Anzeige auf das BFI aufmerksam geworden und so nach Wien gekommen. Da ich immer als Elektrotechniker gearbeitet habe, habe ich das Glück gehabt, dass ich bei der Erwachsenenbildung gelandet bin und zehn Jahre lang Erwach sene bis zur Lehrabschlussprüfung begleiten durfte. Dann gab es eine im BFI eine Umstrukturierung und ich habe gesagt: OK, ich möchte mich jetzt neu orientieren. Ich wurde von einer HR Firma angeworben die Mitarbeiter:innen für Unternehmen – auch im technischen Bereich - gesucht hat. Im Zuge dessen kam ich in Berührung mit Bewerbungen, richtigem Verfassen von Lebens läufen, wie man Interviews führt und was Firmen für Anforderun gen haben, um dann die richtige Person an die richtige Firma zu vermitteln. Aufgrund einer Fusionierung wurde meine technische Abteilung dann leider eingespart und ich habe mich besonnen, dass es ja das BFI mit vielen technischen Ausbildungen gibt. Ich hatte tatsächlich Glück zuerst als Vertretung eingesetzt, bin ich jetzt schon mittlerweile seit neun Jahren in der Jugendwerkstatt, wo ich Jugendliche auf das Berufsleben vorbereiten darf. Vor einem Jahr wurde die Werkstatt „Grüne Berufe“ geteilt und seit dem darf ich die „Mädchenwerkstatt für grüne Berufe“ betreuen. In der Werkstatt „Grüne Berufe“ haben Teilnehmer:innen die Möglichkeit die Berufe Elektrotechnik, Gebäudetech nik und Installationstechnik kennenzulernen. Erzählt uns ein bisschen darüber. Andrea: Unsere Teilnehmer:innen haben die Möglichkeit, folgende drei Fachrichtungen in jeweils einer Woche kennenzulernen.
Andrea: Ich bin in Chile geboren und durch die Liebe nach Öster reich gekommen und hiergeblieben. Ich habe drei Jahre an der Universität in Santiago de Chile Aquakultur-Ingenieurwesen stu diert. Nach dem Umzug nach Wien habe ich mich für das Mee resbiologiestudium inskribieren lassen, musste dann aber abbre chen, da die Studiengebühren für mich zu hoch waren. Auf der Suche nach einem Job, der mein Studium finanzieren könnte, bin ich auf die AUA gekommen, wo ich 12 Jahre lang gearbeitet habe.
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Jahresbericht 2025
Standortvorstellung Jugendwerkstatt
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