BAZ_BERICHT_2025
Berufsorientierung und Basisbildung
Jugendwerkstatt 2025 Projektbeschreibung
Die Jugendwerkstatt bietet ausbildungsreifen Jugendlichen (ohne sonderpädagogischem Förderbedarf) im Alter von 15 bis 21 Jahren ein vielfältiges und praxisnahes Berufsorientierungsange bot. An zwei Standorten (BFI Wien – Puchgasse und ipcenter. at Gmbh – Breitenfurterstraße) ermöglichen 34 Werkstätten 360 Jugendlichen ein umfassendes Orientierungserlebnis (Gesundheit, Fitness, Pflege sowie Frisuren & Styling bieten die doppelte Anzahl an Plätzen). Das übergeordnete Ziel ist, neben der praktischen und möglichst praxisnahen Orientierung, eine konkrete Zukunftsperspektive zu entwickeln. Daher sind die Anpassung der Werkstätten an arbeitsmarktpolitische Entwicklungen und eine enge Vernetzung mit Betrieben und Überbetrieblichen Ausbildungsträgern entschei dend für den erfolgreichen Orientierungsprozess. Im Verlauf von maximal 10 Wochen besuchen die Teilnehmenden der Jugendwerkstatt drei Fachwerkstätten, um ihre individuellen Berufswünsche in der Praxis zu überprüfen. Zudem sind die Teil nehmenden angehalten, ein Praktikum oder einen Berufs-Check in einem Überbetrieblichen Lehrbetrieb zu absolvieren. Die Berufs Check-Quote beträgt 60%, wobei für das Gesamtergebnis nicht nur die Zubuchungen, sondern vor allem die positive Teilnahme große Relevanz hat. Die fokussierte Orientierung von Mädchen in drei themenspezi fischen Werkstätten, technische Berufe, green jobs und IT, und die steten Modernisierungsbestrebungen in den einzelnen Lehr berufen führen zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung kon zeptioneller Grundlagen und arbeitsmarktpolitischer Ziele in der Jugendwerkstatt. Dazu werden auch die aktuellen Entwicklungen am Lehrstellen markt miteinbezogen: so ist seit 2025 die im ipcenter befindliche Werkstatt Gesundheit und Pflege um den Bereich „Fitness“ (mit Blick auf die neue Lehre Fitnessbetreuung) erweitert worden. Ebenso wurde die Werkstatt Technisches Zeichnen um den The menbereich Keramik reduziert, da es in diesem Berufsgebiet kein adäquates Lehrstellenangebot gibt. Die Fußpflege wiederum ist wieder Teil der Werkstatt Kosmetik. ZIELGRUPPE Das Berufsorientierungsangebot der Jugendwerkstatt richtet sich an Kundinnen und Kunden des AMS Wien. Die Teilnehmer:innen sind zwischen 15 und 21 Jahren alt, haben die Schulpflicht positiv
und ohne sonderpädagogischen För derbedarf beendet. Sie gelten damit als ausbildungsreif.
2025 nutzten insgesamt 2532 Jugendliche die Möglichkeit, sich in der Jugendwerkstatt beruflich zu orientieren. 247 davon haben bereits im
Vorjahr begonnen und wurden 2025 übernommen. Somit wurden im Jahr 2025 2285 Neueinstiege verzeichnet. 365 Personen haben die Jugendwerkstatt zu wiederholtem Male besucht. Das durchschnittliche Alter der Teilnehmer:innen lag 2025 bei 17,0 Jahren. PROJEKTZIELE Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendwerkstatt sollen durch praktische Berufsorientierung zu einer realistischen Ein schätzung der eigenen Fähigkeiten gelangen und ihre Berufs wünsche in den Werkstätten sowie durch Praktika und Berufs Checks festigen. Die Projektziele für 2025 wurden folgendermaßen definiert: 1) 2244 Neueinstiege 2) 80% Absolvent:innen (inkl. vorzeitige positive Erledigung=VKE) 3) Weitere Erhöhung des Mädchenanteils 4) Orientierung für den 1. Arbeitsmarkt, ÜBN oder ÜBV (selten TQ) oder Schule 5) 60% Berufs-Check-Quote Ad 1) Von den insgesamt 2532 Teilnahmen im Jahr 2025 waren 2285 Neueinstiege zu verzeichnen. Damit wurde das vorgegebene Jahresziel von 2244 Neueinstiegen um 41 Einstiege übertroffen. Ad 2) Das (vorzeitige) Kursende erreichten 1805 Personen. 510 Teilnehmende wurden im Zuge eines Kursabbruchs abgemeldet – hier waren vor allem Fehlzeiten und gesundheitliche Gründe ausschlaggebend. 5 weitere Personen wurden aus disziplinären Gründen vorzeitig ausgeschlossen. Ad 3) Der Mädchenanteil belief sich 2025 auf 38% (964 Mädchen). Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von 2%. Ad 4) 33 Jugendliche konnten in eine Lehre am ersten Arbeits markt vermittelt werden, 24 Teilnehmende in ein Dienstverhält nis und 77 Personen in eine Überbetriebliche Lehrausbildung (ÜBN1/2 und ÜBV1) übertreten. In diesem Zusammenhang sei
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Jahresbericht 2025
Berufsorientierung und Basisbildung
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