BAZ_BERICHT_2025
Meilensteine
darauf hingewiesen, dass die Jugendwerkstatt – in Analogie zu den Abmeldegegebenheiten im e-AMS – nur Lehr- und Arbeits aufnahmen bis eine Woche nach Kursende als Vermittlungserfolg zählen darf. Ad 5) 2025 wurden 135 Praktika und 910 Berufs-Checks ver einbart (davon: 334 positive Teilnahmen, 262 nicht angetretene Termine und 211 Personen ohne Eignung).
ERSTGESPRÄCHE Seit Beginn des Jahres finden im Auftrag der LGS Wien in der Clearingwoche regelmäßig Einzelgespräche zwischen sozialpä dagogischer Begleitung und den neuen Teilnehmenden anhand eines Gesprächsleitfadens statt. Die neu eingestiegenen Jugend lichen werden befragt zu schulischen Erfahrungen, persönlichen Themen und beruflichen Interessen oder Vorerfahrungen. Dies soll eine bessere Anbindung an das Projekt und eine Vertrauensbasis für die sozialpädagogische Arbeit ermöglichen. PÄDAGOGISCHES CONTROLLING Im Juni 2025 wurde die Jugendwerkstatt vonseiten des AMS und der prospect Unternehmensberatung GmbH einem pädagogi schen Controlling unterzogen. Dies umfasste einen Einblick in die administrativen und organisatorischen Abläufe, die Befragung von Teilnehmenden, Trainer:innen und Teamleitung zu pädagogischen Themen und eine Führung durch den Standort Puchgasse. Das Ergebnis dieses Besuchs war sehr positiv, da die vonseiten des AMS gewünschten Adaptionen den bereits bestehenden Prozessen und Fixpunkten einen Feinschliff verliehen. Im Sinne der Bedürfnisorientierung und Teilnehmer:innenzentrierung soll in der Clearingwoche ein Video über die Werkstätten der Puchgasse einen zusätzlichen Über- und Einblick für die erfolgreiche Werk stattauswahl bieten. Zum anderen wird in den Werkstätten noch stärker auf eine potentielle, individuelle Über- und Unterforderung der Jugendlichen geachtet und mit diversifizierten Übungen und Aufgabenstellungen darauf reagiert. Der standortübergreifende Austausch zwischen ipcenter und BFI bietet durch zwei fixe Treffen pro Jahr regelmäßige Vernetzungs möglichkeiten für beide Teams. Beide Standorte betrifft auch die kontinuierliche Exkursionsplanung in Betriebe oder Berufs schulen, um dadurch eine gewisse Gleichmäßigkeit innerhalb der Werkstätten zu garantieren. PRÄVENTION Da die Zielgruppe in der Jugendwerkstatt herausfordernder wird und die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Themen wie Extre mismus, Gewalterfahrungen oder Drogenkonsum in Berührung kommen, wurde im 2. Halbjahr 2025 gemeinsam mit der Polizei eine entsprechende Workshop-Reihe für die Teilnehmenden umgesetzt. Ebenso hat das JUWE-Team ein Seminar zum Thema „Umgangs weisen und Grenzen im Training“ absolviert, um die professionelle Arbeit mit den Teilnehmenden in allen Belangen zu reflektieren.
TÄTIGKEITSBEREICHE
Einstieg Infotage und Kurseinstiege erfolgen dem Ablaufplan entsprechend alle zwei Wochen und ermöglichen auf diese Weise eine kontinuier liche Auslastung der einzelnen Werkstätten. Den neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden in der Clea ringwoche die beiden Standorte, die Werkstätten, interne Unterstüt zungsangebote sowie die Kursregeln vorgestellt. Durch Clearing gespräche zu Beginn des Einstiegs ist es der sozialpädagogischen Begleitung möglich, die Jugendlichen und deren Bedürfnisse im Einzelsetting besser kennen und einschätzen zu lernen. Die Werkstattzuteilung erfolgt grundsätzlich auf Basis der Berufs wünsche der Jugendlichen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen 30 Stunden pro Woche an der Maßnahme teil und ver bleiben maximal 10 Wochen. Die Vielfalt an verschiedenen Werkstätten ermöglicht den Teilneh mer:innen eine umfassende Berufsorientierung und erweitert das Entscheidungsspektrum der Jugendlichen bei der Berufswahl ganz wesentlich. Unterstützung Bewerbungscoaching und Lehrstellensuche sind und bleiben weitere Fixpunkte der Berufsorientierung. Bei der Suche nach einem Praktikum, einem Berufs-Check oder einem Ausbildungs platz werden die Teilnehmer:innen der Jugendwerkstatt von ihren Fachtrainer:innen, durch das Bewerbungstraining, die sozialpä dagogische Begleitung und das Vertretungstraining unterstützt.
Orientierung Die 360 Werkstatt-Plätze verteilen sich folgendermaßen:
f BFI Wien (1220 Wien, Puchgasse 1): 220 Plätze f ipcenter.at GmbH (1120 Wien, Breitenfurterstr. 111-113): 140 Plätze
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Jahresbericht 2025
Berufsorientierung und Basisbildung
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