BAZ_Jahresbericht 2022

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JAHRESBERICHT BERUFSWERKSTATT

Ein Projekt des

Finanziert durch das

Mag. a Marie Stiaßny, DI Stefan Hauk, MA

A. PROJEKTBESCHREIBUNG

Die Lernwerkstatt bietet Jugendlichen bis 21 Jahren individuali- sierte Basisbildung in Mathematik, Deutsch und Englisch unter Einbeziehung von Informations- und Kommunikationstechnik. Im Rahmen von fünf beziehungsweise acht Wochen vermittelt die Lernwerkstatt Freude und Spaß am Lernen und unterstützt die Teilnehmenden dabei, relevante Basisbildungsinhalte zu vertiefen.

Werkstättenübersicht

a.1 ZIELGRUPPE

Küche, Restaurant/Service, Floristik, Malerei, Tischlerei, Metall- bearbeitung, Kosmetik/Fußpflege, Frisuren

Im Jahr 2022 nutzten insgesamt 442 Jugendliche die Möglichkeit, sich in der Berufswerkstatt beruflich zu orientieren. Die Jugendli- chen nehmen 30 Stunden pro Woche an der Maßnahme teil, die Gruppengröße beträgt für alle acht Werkstätten maximal je 12 Personen. Die Teilnehmer:innen der Berufswerkstatt sind zwischen 15 und 21 Jahre alt, werden der Berufswerkstatt vom AMS zugebucht, besit- zen keinen oder einen negativen Pflichtschulabschluss, benötigen sonderpädagogische Förderung oder haben ihren Pflichtschulab- schluss im Ausland absolviert. Neben diesen offiziellen Kriterien gibt es zusätzliche Merkmale, die die sehr heterogene Zielgruppe der Berufswerkstatt aufweist: multifaktorielle Problemlagen (physische und psychische Ge- sundheitsthemen, prekäre Familienverhältnisse, Fluchttrauma- ta, Gewalt- und/oder Mobbingerfahrung, Drogenmissbrauch, suizidales Verhalten etc.)

Neben den acht Fachbereichen im Training sind die Module Ba- sisbildung und die stete sozialpädagogische Unterstützung zwei unverzichtbare Erfolgsfaktoren für die umfassende Betreuung in der Berufswerkstatt: Die Basisbildungstrainer:innen unterstützen die Zielgruppe in verschiedenen Lernbereichen, helfen bei der Vor- bereitung für Aufnahmeprüfungen oder bieten Bewerbungstraining an. Die Sozialpädagog:innen führen Clearing-Gespräche, betreuen akute Problemstellungen, übernehmen diverse administrative Agenden und unterstützen die Teilnehmer:innen allgemein bzw. in Krisensituationen. Außerdem vermitteln sie Jugendliche zu passen- den Institutionen (PSD, FSW, Notschlafstelle, Sprungbrett) weiter. Ziel der nachhaltigen Berufsorientierung ist die Zubuchung zu einer Erprobung, wobei diese sowohl während als auch nach Kursende stattfinden kann, und vorrangig die Verlängerte Lehre oder Teil- qualifizierung in Überbetrieblichen Ausbildungsbetrieben betrifft.

 JAHRESBERICHT BERUFSWERKSTATT

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